Carlo-Siegmund

Der Film

Allgemein

Der Film dokumentiert die Begegnung von SIEGMUND PLUZNIK (90) und CARLO LIETZ (89), denen es im Zweiten Weltkrieg vorherbestimmt war, Todfeinde zu sein. Die Weigerung, sich den Tatsachen zu beugen, beeinflusste ihr Leben nachhaltig und machte sie schließlich zu Nachbarn.

Die beiden Herren leben in der Budge-Stiftung, einem Seniorenheim in Frankfurt, in dem Juden und Christen gemeinsam ihren Lebensabend verbringen. Herr Pluznik ist Jude. Im Nationalsozialismus verfolgt, entschied er sich für den Widerstand. Herr Lietz war deutscher Soldat – eine traumatische Erfahrung ließ ihn desertieren. Man kennt sich. Man schätzt sich. Man grüßt sich beim Mittagessen. Und dann bringt die Neugierde sie zusammen:

Bei gemeinsamen Treffen philosophieren sie über das Leben und begeben sich auf die Spuren ihrer Vergangenheit. Dabei entdecken sie vor allem eines: Gemeinsamkeiten. So hart die Fronten damals waren, umso tiefer ist das gegenseitige Verständnis und die Freundschaft, die daraus
entsteht.